Geheimnisvoll und interessant. Kalt und charmant. So kann man entweder einen beliebten Seriendarsteller beschreiben oder eben die Hauptstadt von Weißrussland, Minsk.

In der Innenstadt, am Oktyabrskayaplatz, ist das erste, was einem auffällt die kontrastreiche und vielseitige Architektur. Der ultramoderne velcom-Hauptsitz und die danebenstehenden Gebäude sind ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Epochen harmonisch nebeneinander existieren können. Vom velcom-Büro kann man übrigens auch das ganze Herzstück von Minsk sehen: den Victoryplatz die Nemigastraße, auf der die Stadt gegründet wurde, und die Zybitskayastraße, die es schon seit dem Mittelalter gibt und die auch entsprechend rekonstruiert wurde. Diese Straßen sind ein MUSS für jeden Besucher.

Wer gerne Gegensätze hat, dem wird Minsk gefallen. Eine Stadt mit großartigen Programmierern und riesigen Firmensitzen – ein aussichtsreicher Partner im ruhigen Eck Europas. Das sind nur ein paar der Meinungen und Mythen über Minsk – und es gibt noch viel mehr. Aber am besten ihr bildet euch eine eigene Meinung.
Obwohl viele berühmte Menschen wie Scarlett Johansson, Kirk und Michael Douglas, Larry King, Isaac Asimov etc. Vorfahren aus Weißrussland haben, ist dieser Teil des Kontinents noch immer recht unbekannt. Und dabei wurde erst kürzlich mit Svetlana Alekseevich zum allerersten Mal eine Weißrussin mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.


Hier ein paar Dinge, die man gesehen und gemacht haben sollte, wenn man uns besucht.


Was du wissen solltest

Das Hauptinteresse sollte der Bevölkerung gelten. Es herrscht eine sehr freundliche und offene Kultur, allerdings kann es etwas dauern, bis man das erkennt. Wenn man sich in Minsk umschaut, könnte man meinen, dass alle sehr ernst dreinschauen. Sobald man aber ein paar Leute näher kennenlernt, wird man rasch eines Besseren belehrt. Übrigens gelten die Frauen aus Weißrussland als besonders schön und elegant.

Es gibt zwei offizielle Sprachen: belarussisch und russisch. Die meisten sprechen russisch, werfen aber gerne ein paar belarussische Wörter ein und haben großen Respekt vor ihrer traditionellen Sprache.

Das öffentliche Verkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut, was Einheimische und Touristen gleichermaßen zu schätzen wissen. Die ganze Stadt ist gut erschlossen und man muss selten länger als 10 Minuten auf einen Bus warten. Einziger Nachteil: sie fahren nicht 24h durch.

Was du dir anschauen musst

Die Nemigastraße ist nur einen Sprung vom velcom-Büro entfernt. Das historische Zentrum ist unterteilt in einen oberen Stadtkern und dem Vorort von Troitskoye, wo man viele Häuser aus dem 19. Jahrhundert findet. Hier kann man am Svobodyplatz spazieren, das Rathaus besichtigen oder in der Konzerthalle, einer restaurierten alten Kirche, Musik lauschen.

Weißrussen erinnern sich im Museum in der Pobediteleystraße ihrer tragischen Geschichte und sind dankbar für den hart erkämpften Frieden nach dem 2. Weltkrieg.

Ob die Nationalbibliothek schön oder hässlich ist, darüber scheiden sich die Geister. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handelt sich um einen Nachtclub oder eine Location aus einem Star-Wars-Film, was das Gebäude allerdings nur noch interessanter macht, weil es einige historische Schätze enthält und nebenbei auch eine Aussichtsplattform und ein Restaurant.

Einen der größten botanischen Gärten und ein Kulturerbe Europas findet man ebenso in Minsk. Mehr als 10.000 verschiedene Pflanzen aus aller Welt werden hier kultiviert.

Gorky Park ist der beste Ort um einen Blick über die Stadt zu genießen. Ein Planetarium mit sehr ungewöhnlichen Events, wie zum Beispiel eine musikalisch vertonte Reise durchs Universum, findet man dort übrigens auch.

Was du kosten musst

Die weißrussische Küche ist eine Mischung aus einfacher Hausmannskost und exquisiten Gerichten, die in gehobenen Küchen serviert werden. Nationalgerichte findet man in ganz vielen Lokalen im historischen Zentrum, z. B. bei Talaka oder Rakauski Brovar. Außerdem empfehlen wir noch den Besuch der Snackbar (mit frischem Gebäck) im Tsentralnyi Supermarkt, die heiße Schokolade beziehungsweise das Eis im Kaffeehaus der Kommunarka-Schokoladenfabrik und das café La Crête d’Or mit den besten Mille-feuille des Landes.

Was kann man noch machen?

Weißrussland ist berühmt für seine sportlichen Erfolge. Internationale Athleten Darya Domracheva und Victoria Azarenka haben auf regionalen Sportplätzen angefangen. Für die großartig ausgerüsteten Arenen müsste es fast einen eigenen Guide geben.

Minsk kann sich das Kasinozentrum Osteuropas nennen. In fast jedem Stadtteil wird sich ein Kasino finden lassen. Dafür gibt es auch eigene Touren für alle, die daran interessiert sind.

Shopping ist ein MUSS für Touristen. Die klassischen Soviet-Shoppingzentren GUM und TSUM sind seit jeher erhalten. Wer es moderner mag, geht ins Stolitsa. Da finden sich auch Marken, die es sonst nirgends in Europa gibt.

Immer beliebter wird die Zybitskayastraße, die sich ebenfalls in der Nähe vom velcom-Büro befindet. Hier startet man am besten mit einem Besuch im Restaurant Feelini im 1. Stock des velcom-Gebäude. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite findet man gleich die Banki-Butylki-Bar beziehungsweise das Cherdak mit einer großartigen Aussichtsterrasse. Den Tag beenden kann man dann in der Chapski-Bar, wo besonders Bierliebhaber auf ihre Kosten kommen.

Wir freuen uns auf dich in Minsk!