Verfügen Roboter über ein eigenständiges Wertesystem? Inwiefern folgen sie Stereotypen? Wann sind artifizielle Gegenüber potentielle Träger von Rechten? Das A1 Frauennetzwerk hat bei seiner aktuellen Veranstaltung diese Fragen aufgegriffen und den Keynote Speakern Technikphilosophin Janina Loh von der Universität Wien und Felix Stalder, Zürcher Hochschule der Künste, gestellt. Hier geht’s zum spannenden Bericht!

Was bedeutet es für uns – insbesondere für alle Frauen unter uns – wenn wir künstliche weibliche „Menschen“ erschaffen, so wie es der Japaner Hiroshi Ishiguro mit seiner Roboter-Frau „Erica“ vorgezeigt hat? Diese Frage haben sich auch unsere A1 Kolleginnen Ursula Jobst und Aliki Argyropoulos gestellt und sie zum Anlass genommen die Initiative zu ergreifen, um bei einem digitalen Townhall-Event im Rahmen des A1 Frauennetzwerks in der A1 Group Unternehmenszentrale in Wien mit rund 80 interessierten Kolleginnen und Kollegen darüber zu diskutieren.

Inspiriert von den Vorträgen der Professoren Janina Loh und Felix Stalder wurde die anschließende Diskussionsrunde eifrig genutzt, um sich über die moralische Verantwortung von Robotern bzw. deren Programmierer auszutauschen. Einigkeit bestand weitgehend darin, dass wir uns unserer Werte und Stereotypen nicht entledigen können, uns diese aber sehr wohl bewusst machen und über deren Gewichtung diskutieren müssen. Janina Loh empfahl ethische Guidelines für Unternehmen zu implementieren. Diese können auch Unternehmen wie A1 bei der Segmentierung von Kundendaten helfen.

Werden Roboter in Zukunft die besseren Menschen sein?

Auch darauf hatte die Philosophin Loh eine Antwort und appellierte an uns menschliche Handlungsträger unsere Stimme zu nutzen, denn:


»Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir unsere Rolle als BürgerIn in der Gesellschaft nicht wahrnehmen.«