Agil ist eine Einstellung, eine Philosophie, ein Ansatz, Dinge zu betrachten. Es ist eine neue Art des Denkens. Es ist eine Kunst, keine Wissenschaft. Alles dreht sich um das Lösen von alten Mustern, um Veränderung, Entwicklung und die Anpassung an die gegebenen Umstände. Agil ist etwas, das du bist, nicht das tu tust. Und so macht es A1 Croatia!

Agiles Management steht für verschiedene Methodiken/Rahmenbedingungen, die von iterativen Prozessen beeinflusst sind. Agile Methoden sind offen für laufende Anpassungen, binden bereits Endkunden ein und ermutigen sie zu stetem Feedback. Bereichsübergreifende Teams arbeiten zyklisch an einem Produkt. Diese Arbeit fließt in ein Backlog ein, das nach Wert fürs Geschäft oder Kunde priorisiert wird. Das Ziel jeden Durchlaufs ist ein funktionierendes Produkt zu schaffen.

Bei agilen Arbeitsweisen fördert das Management Teamwork, Verantwortung und direkte Kommunikation. Alle am Projekt beteiligten Partner, Interessensvertreter und Entwickler müssen eng zusammenarbeiten, um das Produkt in Einklang mit den Kundenbedürfnissen und den Unternehmenszielen zu bringen. Folgende Methodiken werden dabei verwendet: Scrum Kanban, Lean, Extreme Programming und andere.

Ivana Mandušić Hrupački

Agil in A1 Croatia

Voneinander lernen und Best-Practise Erfahrungen zu teilen, ist eines unserer Ziele innerhalb der A1 Group. Deshalb hat unsere Kollegin Iva, aus der Presseabteilung bei A1 Croatia einige Nachforschungen angestellt und bei Ivana Mandušić Hrupački aus dem Digital Transformation Office nachgefragt. Ivana koordiniert derzeit mehr als zehn agile Teams, die an verschiedenen Projekten arbeiten. Und das hat sie herausgefunden:

„Die ersten agilen Teams wurden im Mai 2017 ins Leben gerufen. Wir wollten verschiedene Ansätze und eine neue Denkweise für sehr wichtige Produkte, die wir zu dieser Zeit entwickelten, ausprobieren. Wir haben gelernt, dass Agilität unseren Teams eine offene Herangehensweise bietet und sie leichter die Extrameile gehen. Durch gründlicheres Einarbeiten in die Kundenbedürfnisse können unsere Teams ein besseres Kundenerlebnis schaffen. Außerdem wird die Eigenorganisation erleichtert und sie können sich auf die besonders wichtige E2E Perspektive fokussieren,“ hebt Ivana hervor.


 »Das Fazit: Es war die richtige Entscheidung – die Teams haben alle Erwartungen übertroffen!«


„Jetzt arbeiten alle Teams an Produkten und Prozessen, die Teil des Digital Transformation Programms sind. Da ja die Hauptaufgabe der Transformation unsere eigene unternehmensinterne Digitalisierung ist und wir danach streben die digitalen Kundenerlebnisse zu verbessern, haben wir mit Scrum die passende Methodik gefunden,“ sagt Ivana.

 

Was haben wir bis jetzt gelernt?

Wir haben uns bei einigen agilen Teammitgliedern umgehört und nachgefragt, was sie bisher dazugelernt haben, wo die Unterschiede zu traditionellen Arbeitsweisen liegt und wo sie Raum für Verbesserung sehen.

Digital Customer
Experience Team

»Simultane Zusammenarbeit
ist der Erfolgsfaktor.
«

„Das war nicht unser erster agiler „Ausflug“, daher sind wir es bereits als (eingeschworenes) Team gewohnt so zusammenzuarbeiten. Nichtsdestotrotz können wir uns noch gut an den alten Wasserfall-Stil erinnern: Der Konzeptentwurf sah A vor, der Kunde wollte B und aufgrund von technischen Beschränkungen kam es zum Kompromiss C. Diese intensive und gleichzeitige Zusammenarbeit, die Qualität und benutzerzentrierte Designentwicklung ermöglichen, sind der wesentliche Unterschied.“

Sales Frontend
Team

»Ein früher Fehler
ist großartig.
«

„Eine wesentliche Erkenntnis, die wir gewonnenen haben: Es ist großartig, einen Fehler gleich zu Projektbeginn zu machen. Er liefert uns wertvolle Information für den nächsten Zyklus des Entwicklungsprozesses, bevor noch viel Zeit und Geld investiert sind. Auch die Einbeziehung von Endkunden in die Entwicklungsphase gleich vom Start weg hilft uns, ein nützliches Produkt zu schaffen.“

B2B team
»Auf einander
vertrauen.
«

„Ein zyklischer Ansatz, schnellere Ergebnisse, fokussierte und leidenschaftliche Teams und schließlich: mehr Zufriedenheit im Team. Wir haben gelernt, auf uns zu vertrauen, Verantwortung zu übernehmen und außerhalb der strikten Jobbeschreibung zu handeln.“

My A1 Self-care
App Team

»Denke über
den Tellerrand hinaus.
«

„Zunächst haben wir gelernt den Kunden und dann uns selber zuzuhören, auf Feedback zu reagieren und uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind. In einem zweiten Schritt haben wir über den sprichwörtlichen Tellerrand geschaut und unsere Kommunikation verbessert. Wir haben uns ständig gefragt: Was wollen wir erreichen, wenn wir dieses oder jenes tun? Was haben wir daraus gelernt und was können wir anders machen?!“

Door-to-
door Team

»Alles eine
Frage des Fokus.«

„In agilen Teams dreht sich alles um das eine Projekt und es ist unmöglich, nicht jedes Detail im Voraus aus verschiedenen Blickwinkeln mitzudenken. Gleich zu Beginn des Produktentwicklungsprozesses kannst du die Feedbacks der anderen Teammitglieder und der Endkunden direkt umsetzen.“

Digital Team
»Ergreife die Chance
und versuche es!
«

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man als agiles Teammitglied sehr zur Selbstorganisation herangezogen wird, große Entscheidungsfreiheiten genießt, aber auch die volle Verantwortung für das Endprodukt trägt. Deshalb haben wir uns während des gesamten Projekts um Verbesserungen des Projekts – und unser eigenen – bemüht und können nur jedem empfehlen: Wenn sich die Chance agil zu arbeiten bietet, ergreift sie!“

Nächste Schritte

„Wir haben viele Pläne bei A1 Croatia. Zunächst wollen wir agile@scale einführen. Das verlangt einige Änderungen in zahlreichen Prozessen und bei den Dingen, wie wir sie heute tun. Als Beispiel sei Performance Management wichtiger Teams genannt oder Verhandlungen mit Lieferanten, neue Rollenbeschreibungen, wie die eines Scrum Managers und vieles mehr. Schließlich, aber deshalb nicht weniger wichtig, arbeiten wir ständig an der Bewusstseinsbildung und an der Schulung durch unsere Digital Academy, ein Schulungsprogramm für digitale Skills,“ meinte Ivana.