Was man gern macht, macht man auch gut. Auch Beharrlichkeit und Begeisterung helfen dabei, dass aus einer Idee ein Erfolg wird. Für Andreas Berlinger, leidenschaftlicher Gamer in der A1 Group, brauchte es viele Runden durchs Haus und knapp 100 Kaffees mit Überzeugungsarbeit, ehe er im Unternehmen den Gaming-Virus nachhaltig verbreitet hatte und eSports ein fixer Teil des A1 Portfolios wurde. #MakeItHappen

Andreas Berlinger
Empowering Ideas
at A1 Group

 

Eigentlich war es sein langsames Internet zu Hause, das Andreas am unbeeinträchtigten Gaming-vergnügen hinderte. Der D‘Artagnan der Gamer suchte sich fortan Verbündete im Unternehmen, um die Performance zu steigern, nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch in dem der rasant wachsenden Gaming-Community. Denn schließlich, so war und ist Andreas überzeugt „haben wir ein Produkt, das das Spielerlebnis online maßgeblich positiv beeinflusst: Internet Access! Hohe Bandbreiten zum Downloaden sind wichtig, ebenso wie die Stabilität der Leitung und Latenzzeit. Da sind wir als A1 super aufgestellt.“

Im Interview erzählt uns Andreas mehr, warum A1 und eSports so gut zusammenpassen, über das Verfolgen von Zielen, über Gaming und was wir dabei über uns selbst lernen können.

Was waren deine Highlights der letzten 5 Jahre?

2015

Als ich damals im Haus gefragt habe, warum wir eigentlich nichts für Gamer machen, hieß es, „die Zielgruppe ist zu klein“. Später habe ich dann eine Studie aus Deutschland gefunden, wonach rund zwei Drittel der Bevölkerung spielen – egal ob Brett-, Karten- oder Computer Spiel. Dann habe ich gehört „Ja, Andreas, mag schon sein, dass jeder zweite in einem Haushalt spielt, aber jeder Haushalt hat einen Haushalt. Darum konzentrieren wir uns lieber auf eine Smart Home Lösung“. Das war zwar ein Rückschlag, aber ich habe nicht aufgehört, an die Sache zu glauben.

2016

Nach der Game City in Wien vor vier Jahren (Anmerkung: drei-tägiges Event mit über 70.000 Besuchern) habe ich mich dann entschlossen, selbst initiativ zu werden: Erst habe ich in Fokusgruppen Ideen gesammelt und mir dann aus verschiedenen Bereichen die richtigen Leute gesucht – jedes für sich ein kleines Element, aber zusammen die Ultimative Proposition!

2017

Die Einführung des Premium Modems als „Gamer-Modem“, dann die Gründung der Adria League und der A1 eSports League Austria.

2018 – 2019

Die Eröffnungen der A1 eSports Hubs in Wien, Dornbirn und Golling… und seit dem geht’s dahin :-)

Was war dein erstes Computerspiel?
Am liebsten habe ich ab 1984 auf dem C64 und dann auf dem Amiga Flugsimulatoren gespielt, wie zum Beispiel „Interceptor“ – natürlich mit dem Soundtrack von „Top Gun“ oder „Iron Eagle“ im Kopfhörer.  Jeder hat irgendwann Super Mario gespielt, aber das beste Spiel aller Zeiten ist natürlich Halo.

Warum schafft Gaming derart zu begeistern?
Ein gutes Spiel ist wie ein interaktiver Film oder ein Buch, in das man eintaucht und in dem man ein aktiver Teil wird. Es verbindet Story, Grafik, Sound und eben einen gewissen Grad an Entscheidungsfreiheit zu einem echten medialen Gesamtkunstwerk.


Gaming macht einfach Spaß!


Wirst du beim Spielen nostalgisch?
Nicht wirklich. Wenn ich heute alte Spiele spiele, kann ich meine Faszination von damals nicht mehr recht nachvollziehen. Da spiele ich wirklich lieber mit heutiger Grafik, Sound und Controllern. Und zweitens: Spielen ist nicht nur für Kinder!

 

»Jeder sollte was spielen. Hilft beim Stressmanagement, der eigenen Fehlertoleranz und man lernt ganz schön viel über sich selbst.«

Was hast du beim Spielen über dich gelernt?
Ehrlich gesagt, sehr viel. Ich weiß relativ genau, was mich motiviert. Fehler machen ist kein großes Problem für mich, weil ich das beim Spielen immer wieder mache und daraus lerne. Ich habe in den letzten Jahren oft mit Menschen geredet, die damit aufgehört haben. Viele, weil sie es hassen Fehler zu machen. Gerade jenen kann ich nur raten, wieder anzufangen! Fehler muss man machen dürfen, im Spiel wie im Job.

Bist du beim Spielen ein anderer als im täglichen Leben?
Spielen ist Teil meines „täglichen“ Lebens. Wahrscheinlich bin ich beim Spielen sogar mein „ehrlichstes“ Ich. Platon soll gesagt haben: Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen, als im Gespräch in einem Jahr.

Wie viele Stunden spielst du im Durchschnitt pro Woche?
Zu wenig! (lacht) Vielleicht 4-6 Stunde pro Woche. Und jeden zweiten Donnerstag gibt es eine fixe „Herrenrunde“ online. Seit über 14 Jahren.

Stichwort: Suchtfaktor Spiel. Wie gehst du damit um?
Sucht beginnt meiner Meinung nach dort, wo der Mensch körperlichen, seelischen oder sozialen Schaden nimmt. Wenn er es selbst nicht merkt, muss sein Umfeld einschreiten.

Was kann eSports im Gegensatz zu herkömmlichem Sport?
Ich glaube das Besondere ist die Athleten-Fan-Beziehung. Viele der großen Stars streamen zum Beispiel auf Twitch. Das ist viel persönlicher als nur ein Fernsehinterview. Als Fan bin ich dann live in seinem Spiel oder Training, bekomme seine Kommentare mit, seine Reaktionen.

Der „make a wish“ Verein ermöglicht schwerkranken Kindern einen Wunsch. Du hast kürzlich drei leidenschaftliche eGamer getroffen, denen A1 einige unvergessliche Momente beschert hat.

 

Das war schon ein schönes Erlebnis – nicht nur für die Kids, sondern auch für mich. Das Strahlen in den Augen, als sie bei der eSports League im November in die Halle gekommen sind und die breiten Grinser, als sie die Bühne ganz aus der Nähe inspizieren durften, war schon sehr cool. Da hat man richtig die Faszination und die Emotion bei ihnen gespürt. Freude zu haben ist schon was wert, aber sie schenken zu können, ist noch besser.

Header Image: A1 eSports League Austria – Rise of the Legends (c) David Ihl