Effizient, umweltfreundlich, miteinander vernetzt – so gestaltet sich die Mobilität der Zukunft und das nicht nur auf der Straße und in der Luft, sondern auch auf der Schiene. Die Herausforderungen des stetig wachsenden Güterverkehrs werden durch smarte Züge bewältigt. Steig ein in diese Story und erfahre, was A1 Know-how für 13.700 Güterwaggons in Österreich bedeutet.

Das Projekt SmartCargo ist eine Kooperation von A1 und A1 Digital für die Rail Cargo Group (RCG), der Güterverkehrssparte der ÖBB, bei dem es darum geht, alle 13.700 Güterwaggons der ÖBB-Tochter ab Ende 2020 vollständig vernetzt auf Schiene zu bringen, sodass sie von jeder Position aus über unser A1 Netzwerk GPS-Signale auf einer eigens entwickelten IoT-Plattform zur Verfügung stellen.

Aktuell haben wir mehr als die Hälfte aller SmartCargo-Geräte montiert, die bereits volle Transparenz über den Aufenthaltsort, den Bewegungsgrad und die Stoßerkennung der Waggons bieten.

Die so gewonnenen Daten stellen einen direkten Kundennutzen dar, denn so können Waggons optimal disponiert werden, vermeiden Stillstandzeiten und steigern die Effizienz. Ein weiterer Vorteil für RCG ist die nutzungsabhängige Wartung, die Material effizient einsetzt und damit Kosten und Umwelt schont.

 

Wir waren bei der Montage des ersten SmartCargo-Geräts dabei. Das und weitere Einblicke in dieses zukunftsweisende Projekt gibt’s im Video zu sehen.

Kein erfolgreiches Projekt ohne leidenschaftliches Team

Adrian Fulton, Projektmanager SmartCargo bei A1 Österreich und Vlad Ivut, Projektmanager SmartCargo bei A1 Digital sind das internationale Team im Doppelpack, das den heimischen Güterverkehr intelligent macht. Wie es ihnen dabei mit einander und den Zügen geht, erzählen sie uns im Interview.

Was ist deine Rolle in diesem Projekt?

Adrian: Als A1 Austria Senior Project Manager bin ich für alle vertraglichen Verpflichtungen mit unserem Kunden zuständig. Ich bin sozusagen das geschäftliche Bindeglied zwischen allen Vertragspartnern.

Vlad: Ich bin Adrians Digitalisierungs-Gegenüber beim SmartCargo Projekt.

 


Gemeinsam zielen wir darauf ab, uns bei der Lieferung zu übertreffen.


Was zeichnet dieses Projekt im Vergleich zu anderen aus?

Vlad: Ich würde SmartCargo ein “Eisbrecher”-Projekt innerhalb des Güterverkehrs auf der Schiene nennen. Noch nie zuvor wurde in Österreich etwas in dieser Größe umgesetzt, deshalb ist es per se einzigartig. Außerdem ist es meines Wissens das erste Projekt, das die drei Elemente Hardware, Connectivity und eine IoT Plattform in seiner Lieferung enthält – und das alles aus einer A1 Hand.

Adrian: Es ist das erste von vielen weiteren IoT Projekten, die unsere unglaubliche A1 Infrastruktur nutzen und damit es Unternehmen ermöglichen, ihre eigenen Geschäftsprozesse in einem neuen Licht zu sehen. Gesammelte und analysierte Daten generieren heute Use Cases, die noch vor 2-3 Jahren nicht profitabel und realisierbar gewesen wären, geschweige denn vorstellbar. Die Technologie und die Projektziele sind leicht verständlich und der Kundennutzen hoch.


Es ist ein Vorzeigeprojekt und zweifellos ein sehr bekanntes.


Was war die größte Herausforderung?

Adrian: Mir fällt keine ein! Vlad und ich haben ähnliche Hintergründe im Projektmanagement von mobilen Netzen, die uns helfen, Konflikte zu vermeiden. Schnelle Reaktionszeiten und Zuverlässigkeit machen dieses Projekt wirklich angenehm.

Vlad: Es gibt normale Herausforderungen bei so einem Projekt, aber es gab nichts, was wir nicht schnell und effizient lösen konnten, sobald wir unsere Köpfe zusammengesteckt haben.

Was schätzt du am meisten an deinem Kollegen?

Vlad: Adrian bringt viel Erfahrung mit, die für jedes Projekt ein dickes Plus bedeutet. Wenn ihn etwas besonders auszeichnet, dann ist es seine Diplomatie, eine Eigenschaft, die viele angesichts stressiger Situationen am Abstellgleis parken, er aber brillant beherrscht.

Adrian: Wir sind beide starke Persönlichkeiten, die jeweils die Denkweise des anderen schätzen und Entscheidungen respektieren. An Vlad imponiert mir seine außerordentliche Fähigkeit genau zuzuhören und so die Erwartungen des Kunden genau zu verstehen und dann auch zu liefern.

 

Wie beschreibst du die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit?

Adrian: Es gibt immer Befindlichkeiten, wenn zwei Unternehmen, speziell “Schwestern” zusammenarbeiten. In unserem Fall haben wir die Rollen und Verantwortlichkeiten früh definiert und sowohl Vlad und ich als auch die übrigen Projekt-Teilnehmer haben sich strikt daran gehalten.

Vlad: Aus meiner Perspektive: positive. Adrian und ich wissen, was wir zu tun haben, um das Beste für unseren Kunden und unsere jeweiligen Unternehmen herauszuholen.

Dein schönstes Reiseerlebnis mit der Bahn?

Adrian: Bevor ich bei A1 angefangen haben, bin ich mehrere Male mit dem Glacier Express von St. Moritz nach Zermatt gefahren. Das kann ich jedem nur empfehlen, denn der Ausblick ist atemberaubend.

Vlad: Als Student habe ich mal den Railjet von Wien nach Budapest genommen und war sofort von der Bahn in den Bann gezogen.

Wie siehst du die Zukunft auf der Schiene?

Vlad: Es gibt große Visionäre. Und es gibt tolle Technologien, wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Augmented Reality und noch mehr, deren volles Potenzial jetzt zur Entfaltung kommt, wo 5G verfügbar ist.


Ich wäre nicht überrascht, wenn der Bahnverkehr in sehr naher Zukunft große Automatisierung erlebt.


Adrian: Investitionen in den Schienenverkehr sind mehr als doppelt so hoch wie in die Straßen. Eine Reise mit der ÖBB ist heute etwa 15 mal umweltfreundlicher als mit einem durchschnittlichen Auto, 31 mal besser als mit einem Flugzeug und jede Tonne LKW-Lastentransport verursacht 21 mal mehr CO2. Muss ich noch mehr sagen?!

 

Was möchtest du als nächstes tracken?

Adrian: Das Coole am Tracking ist, dass die Use Cases laufend folgen. Es kann für alle Unternehmen, egal ob groß oder klein, traditionell der hi-tech ein wesentlicher Vorteil sein, Daten zu sammeln und so Geschäftsprozesse zu optimieren. Ich sehe ein riesiges Potenzial für Flughäfen, besonders beim Passagier- und Gepäckhandling.

Vlad: Menschliches Verhalten im Einkaufsprozess zu tracken ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie wir unser Know-how und unsere Effizienz steigern können, und das geht weiter bis zum Leben retten im Gesundheitssystem.

Photocredit: David Payr