Lesen und Lernen gehen Hand in Hand. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten zu lernen und Wissen zu erlangen, aber für diejenigen, die sich gerne von Wörtern und Gedanken inspirieren lassen, stehen Bücher ganz oben auf der Liste. Einer von ihnen, der Bücher als eine großartige Quelle von Information betrachtet, ist Alejandro Plater, COO der A1 Group. In dieser A1 Story teilt er seine Erkenntnisse über seine persönliche Lese- und Lernreise mit uns und ermutigt uns, auch in eine neue Welt einzutauchen. Seid ihr bereit, das Risiko einzugehen, eure Meinung zu ändern?

Innerhalb von A1 ist Alejandro als ein leidenschaftlicher Leser bekannt, der immer eine interessante Buchempfehlung hat, wenn er sein Team in einem Online-Streaming oder persönlich trifft. Eigentlich geht es ihm nicht so sehr um das Lesen selbst, sondern der Bedeutung des Lernens und Lesen ist dabei nur eine Möglichkeit.

In diesem Interview betont er die Relevanz des Lernens, was ein Buch braucht, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, und wie er darüber denkt, ein eigenes Buch zu schreiben. Viel Spaß beim Lesen und Lernen.


»Ich lerne so viel, wie ich kann.«


Hast du in der Schule gerne Bücher gelesen?
Nein, ich habe in der Schule nicht viel gelesen. Aber meine Eltern haben die ganze Zeit gelesen, also waren sie gute Vorbilder.

Was inspiriert dich beim Lernen am meisten? 
Lernen gibt mir neuen Input; es eröffnet mir neue Denkweisen, bringt mich zum Nachdenken und zeigt neue Perspektiven auf. Wie wir die Wirklichkeit sehen, hängt von der Komplexität unseres Wissens ab. Unser Mangel an Wissen schränkt unsere Sicht auf die Welt ein, Lernen erweitert sie, anders wird man seine Vorurteile und Vorurteile nicht los. Ich suche oft besonders nach Material, das im Gegensatz zu dem steht, was ich denke, und ich suche nach Beweisen, die meine Überzeugungen widerlegen. Das führt natürlich oft dazu, dass ich meine Meinung ändere. Das ist das „Risiko“ des Lernens.

»Wenn du nicht bereit bist, deine Meinung zu ändern, kannst du nicht lernen.«

Was braucht es, damit ein Buch dein Interesse weckt?
Ich höre viele Podcasts und sehr oft geht es um die Präsentation eines neuen Buches. Natürlich bekomme ich auch Empfehlungen von Freunden und Kollegen, die wissen, dass ich gerne lese.

Gibt es ein Buch, das du mehr als einmal gelesen hast?
Ja, sicher, denn es gibt Bücher, wo man beim ersten Durchlesen nichts versteht, beim zweiten Mal versteht man etwas und dann erforscht man die wahren Botschaften und Geschichten. Bücher, die ich mehr als einmal gelesen habe, sind zum Beispiel „El Aleph“ von Luis Borges, „Der Antichrist“ und „So sprach Zarathustra“ von Nietzsche und mehrere Bücher von Derrida, um nur einige zu nennen.

In welcher Sprache liest du die meisten Bücher?
Die meisten Bücher in Englisch, aber wenn sie im Original auf Spanisch sind, dann lese ich sie so.

Wie viele Bücher liest du pro Monat?
Vier bis fünf pro Monat und in der Regel alle zur gleichen Zeit.

Welches war das letzte Buch, das du nicht weglegen konntest?
Das letzte Buch, das mich gefesselt hat, war das des norwegischen Autors Karl Ove Knausgård, „Mein Kampf“.

Liest du alle Bücher zu Ende?
Nein, auf keinen Fall. Das Problem vor allem bei mancher Fachliteratur ist, dass diese Bücher verkauft werden müssen, und es scheint, dass für manche Verlage die Seitenzahl ein Zeichen von Qualität ist. Aber für viele Bücher wäre weniger mehr. Ich ziehe es vor, einen komprimierten Inhalt auf 30 Seiten zu lesen, anstatt 300 durchzuackern, ohne auf vielen Seiten einen Einblick zu erhalten. Es sei denn natürlich, die Lektüre an sich ist es wert, dann macht mir der Prozess, die Reise des Lesens, egal wie lang sie ist, sehr viel Freude.

Wie liest du am Liebsten?
Samstagmorgen, auf meinem Sofa zu Hause mit schöner Musik im Hintergrund.

E-Books oder Bücher aus Papier?
Papierbücher sind eine schönere Erfahrung, E-Books sind praktischer, ich mache beides.

Hast du jemals daran gedacht, ein eigenes Buch zu schreiben?
Ja, ich habe bereits damit begonnen, eines zu schreiben. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten über den freien Willen, Philosophie und Psychologie.

Und zum Schluss noch einige Empfehlungen, bitte!

Es ist wirklich schwer, nur einige wenige auszuwählen … es gibt so viele tolle Bücher.

„Free Will“ von Sam Harris
„Das Spinoza-Problem“ von Irvin Yalom
„Die Wirklichkeit, die nicht so ist, wie sie scheint: Eine Reise in die Welt der Quantengravitation“ von Carlo Rovelli
„Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahnemann

Und dies war eine meiner Lieblingslektüren während der Isolation:
Albert Camus, „La Peste“.

Falls ihr zuerst nach unten geblättert habt, um das Ende zu lesen: Hier ist der Rat von Alejandro


»Lernen bedeutet, die Welt zu erforschen. Steigt aus, seid neugierig und aufgeschlossen, erforscht, genießt einfach die Fahrt.«


Und schließlich, um das richtige Buch für euren Urlaub zu finden – beantwortet die Fragen und findet heraus, welcher Buchtyp ihr seid!

Type 1 (1-4): Phantasie beflügelt dich.
Die Welt hat keine Geheimnisse mehr, du brauchst Elfen, Vampire und Einhörner, um dich zu entspannen.

Type 2 (5-8): Fakten, Fakten Fakten.
Egal, ob es um historische Geheimnis, um die verborgenen Seiten menschlichen Verhaltens oder um künstliche Intelligenz geht – du tauchst lieber tief in Bücher ein als in den Ozean.

Type 3 (9-12): Ein Fan von Romanen:
Nahe an der Realität mit etwas Phantasie. Du genießt es zu lesen, des Lesens willen.

Type: 4 (13-16): Das ewige Kind:
Worte sind nicht so deins – du brauchst Bilder :-)